Wildpferdefotografie – Meine Begegnungen mit der echten Freiheit
Die Wildpferdefotografie ist für mich weit mehr als ein beruflicher Schwerpunkt – sie ist meine innere Heimat, mein Kompass und meine Verbindung zu einer Welt, in der Freiheit noch spürbar ist. Seit vielen Jahren reise ich regelmäßig quer durch Europa, um wild lebende Pferde in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und zu fotografieren. Jede Herde, die ich besuche – in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, im Exmoor Nationalpark in England, in der Camargue in Frankreich, in den Niederlanden oder Belgien – schenkt mir einzigartige Momente voller Echtheit und Kraft.
Doch was mich immer wieder tief berührt, ist die Nähe zur Natur, die ich in all diesen Ländern erlebe. Die Wildpferde leben im Rhythmus von Wind, Wetter und Jahreszeiten – und ich entscheide mich bewusst dafür, genau dort bei ihnen zu stehen:
• Bei strahlendem Sonnenschein, wenn ihr Fell glänzt und die Welt warm und weit ist.
• Im Regen, wenn jeder Tropfen ihre Silhouetten lebendiger macht.
• Bei Sturm, wenn die Freiheit in ihren Mähnen sichtbar wird und sie sich unerschrocken gegen die Böen lehnen.
• Im Winter, wenn die Welt ruhiger und klarer wird.
• Im Schneesturm oder Blizzard, wenn die Natur alles ausblendet und die Pferde wie Schatten durch das Weiß ziehen.
• In eisiger Kälte, wenn die Stille so tief ist, dass man die Pferde eher fühlt als sieht.
Diese Momente sind für mich die Essenz der Wildpferdefotografie – roh, unverfälscht, ehrlich.
Die Herden Europas – jedes Gebiet erzählt seine eigene Geschichte
In Bosnien-Herzegowina begegnen mir die Wildpferde auf weiten Hochplateaus. Die Landschaft ist rau, echt und ursprünglich – und genau dieses Gefühl finde ich ebenso in Kroatien wieder. Auch dort ist die Umgebung nahezu identisch: weit, offen, unberührt und perfekt geeignet, um die Tiere in ihrer reinen Freiheit zu erleben und zu fotografieren.
Im Exmoor Nationalpark in England begleiten mich mystische Nebel, Weite und jahrhundertealte Traditionen. Die Exmoor-Ponys wirken, als gehörten sie zu einer anderen Zeit.
In der Camargue beeindruckt mich jedes Mal die Kombination aus Wasser, Licht und Eleganz. Die Pferde dort besitzen eine besondere, fast magische Ausstrahlung – kraftvoll und gleichzeitig sanft.
Die Koniks im Grenzgebiet Niederlande–Belgien – Ursprung meiner Workshops
Ein ganz besonderer Ort für mich sind die Koniks im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Belgien. Hier verbringe ich seit Jahren viel Zeit – beobachte, fotografiere und lerne von diesen robusten, sozialen und beeindruckend gelassenen Wildpferden.
Ihre Nähe zur Natur, ihr Zusammenhalt und ihre Ruhe haben mich so sehr geprägt, dass ich sie in meine Arbeit einbinde:
Hier finden auch meine Tagesworkshops statt, in denen ich genau diese Momente und Erfahrungen weitergebe.
Die Koniks sind ein wunderbarer Einstieg in die Welt der Wildpferdefotografie:
Sie sind aufmerksam, aber nicht scheu. Wild, aber nicht unberechenbar. Und sie leben in einer Landschaft, die dir als Fotograf*in unzählige natürliche und eindrucksvolle Motive bietet.
Warum Wildpferdefotografie mein Herz berührt:
Wildpferde schenken dir keine Posen.
Sie schenken dir Wahrheit.
Sie zeigen dir, wie wertvoll ein einziger Blick sein kann – ein wachsames Ohrenspiel, ein vorsichtiger Schritt, ein kraftvoller Galopp, ein Moment der Ruhe mitten im Sturm.
Und jedes Mal, wenn ich mit meiner Kamera dort stehe, zwischen Wind, Wetter und Freiheit, weiß ich wieder:
Das ist meine Welt.
Das ist meine Art, Geschichten zu erzählen.
Das ist meine Verbindung zur Natur.
Jedes Bild bewahrt ein Stück dieser Freiheit – für mich, für meine Kunden und für alle, die die Wildpferde genauso lieben wie ich.
